Das Spider Hüft-Tragesystem: SpiderPro Camera – ein System mit Verstand

SpiderPro

Die schnell zur Hand und trotzdem zwischendurch sicher abgelegt, aber bitte ohne Rückenschmerzen – das wünscht sich wohl jeder beim Einsatz. Manchmal braucht man aber auch einfach beide Hände für etwas anderes… nicht das was ihr denkt… 😉 sondern man greift zur Zweitcam, richtet das Model her oder drappiert . Ich wollte aber nicht immer mit zwei Gurten um den Hals rumrennen und so kam ich nach einiger Recherche auf den SpiderPro.

Neugierig bestellte mir den SpiderPro im Komplettsystem, passend für eine Kamera, um zu sehen, was mich erwartet. Grundsätzlich ein einfaches System: An einem Hüftgurt wird ein Holster installiert, wie mit einem Trichter, in den ein Pinörkel eingeschoben wird, der auf die Bodenplatte an der Kamera aufgeschraubt wird. Die Frage ist ja immer: traut man dem Zeug zu, dass ganze Kamera-Geraffel mit mehreren Kilogramm sicher zu verwahren, oder plumpst die teure Ausrüstung schon beim ersten Geruckel auf den Boden, weil das Material billig ist?

Beim Auspacken wurde ich bereits positiv überrascht. Alle Materialien wirken wertig und stabil. Der Hüftgurt ist schnell über einen ausgiebig langen Klettverschluss eingerichtet und dem Bauchumfang angepasst.

Klett Verschluss

Klett Verschluss

Nun muss der Holster muss noch am befestigt werden. Das geht auch ohne Probleme und wer den Holster schon mal selbst befestigt hat, kann bestimmt bestätigen: dem traut man durchaus zu, einiges auszuhalten. Ein kleiner Hebel an der Seite entscheidet, ob die Kamera einfach aus dem „Trichter“ des Holsters entnommen werden kann, oder ob eine Sperre dies verhindern soll. Sehr praktisch, wenn man z.B. auf eine Leiter klettert, damit sich die Kamera nicht wie Baron Münchhausen von alleine aus dem Holster zieht und verabschiedet.

Der Sicherungshebel verhindert das ungewollte Rausrutschen der Kamera aus dem Holster

Der Sicherungshebel verhindert das ungewollte Rausrutschen der Kamera aus dem Holster

 

Dann die Bodenplatte an die Kamera geschraubt – kein Problem. Nun muss ich nur noch herausfinden, welche Position des kleinen Stifts auf der Bodenplatte für mich am besten passt. Denn je nach dem, in welches der 4 Löcher der Stift eingeschraubt wird, hängt die Kamera etwas anders. Ich denke, das ist Geschmackssache. Übrigens ist auch an Linkshänder gedacht, das geht ebenso gut.

4 Befestigungsmöglichkeiten für den Pinörkel

4 Befestigungsmöglichkeiten für den Pinörkel

So, jetzt noch schnell einen Blitz auf die 6D, vorne ein schön schweres 24-70 dran und ab gehts in den Holster – wunderbar: nach ein paar Versuchen treffe ich den „Trichter“ schon blind. Ab ins Treppenhaus und rauf und runter sprinten – vorher nicht vergessen, den Sicherungshebel zu setzen – Kamera hängt gut und stört nicht, dank einer gepolsterten Lasche am Gürtel, die eine Scheuern am Hosenbein verhindert.

Die Kamera scheuert nicht am Hosenbein

Die Kamera scheuert nicht am Hosenbein

Das Set ist übrigens auch erweiterbar. So gibt es Holster einzeln, damit man am Gürtel an beiden Seiten eine Kamera dranhängen kann. Oder  eine kompatible Bodenplatten, die man direkt auf passende Schnellkupplungen klemmen kann. Echt gut durchdacht, wie ich finde.

 

Durchdacht: in der Bodenplatte ist direkt ein passender Inbus integriert, den man herausnehmen kann, um die Bodenplatte festzuschrauben.

Durchdacht: in der Bodenplatte ist direkt ein passender Inbus integriert, den man herausnehmen kann, um die Bodenplatte festzuschrauben.

 

Ja, so macht das Spaß und der nächste Job kann kommen 🙂

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