Die Finepix Kamera hat einen EXR-Sensor. Dieser bietet eine Hardware-Methode zu erweitern Dynamik, die leider nicht genauer erklärt wird und auch in der keine Erwähnung findet.

Dieser Artikel soll helfen, die zu verstehen, wie ihr EXR-System funktioniert, um unter Zuhilfenahme der einzigartigen Fähigkeiten der EXR Sensoren, die beste Leistung aus der Kamera heraus zu holen. Die Beobachtungen und folgenden Vorschläge basieren auf eigenen Tests einer in den letzten zwei Wochen und vielen hunderten systematischen Testaufnahmen.
Point and Shoot-Fotografen fahren sehr gut mit den folgenden Einstellungen:

Setze das Modus-Wahlrad auf EXR und wähle EXR-Auto im Aufnahme-Menü. Fokussieren und Bilder schießen. Die Kamera wird eine Vielzahl von Berechnungen vornehmen und liefert im Großen und Ganzen ein gutes Ergebnis.

Für eine bessere Bildqualität und mehr Kontrolle über die Bildergebnisse verwenden Experten und Enthusiasten gerne RAW-Capture. Meine haben gezeigt, dass in der Mehrzahl der Fälle gut verarbeitet RAW-Dateien eine bessere IQ (Image Quality) als JPG liefern.

Empfohlene Einstellungen für die RAW-Capture:
(Hinweis: Diese Einstellungen gelten, wenn RAW + JPG im Setup-Menü eingestellt ist. Wenn nur RAW gesetzt ist, wird eine andere Reihe von Optionen für Bildgröße und DR (Dynamic Range) angewendet.)

Auf dem Modus-Wahlrad wird eingestellt: P, A, S oder M.
Im Aufnahmemenü: Auto ISO (Limit 3200), Image Size M (= 6MPx), Dynamic Range DR 400%, Film Simulation Standard, AF-Modus Mehrfeld.
Im Setup-Menü, Fn-Taste nach ISO, IS-Modus 2, Bilderzeugung RAW + JPG.

Jetzt möchte ich erklären, warum diese Einstellungen
(alles ab hier aus gilt für die Einstellungen RAW + JPG-Capture im Setup Menü)

Die internen Abläufe der X10 mit L (= 12MPx) Bildgröße unterscheiden sich grundlegend von denen, die mit M (= 6MPx) ablaufen. Der Unterschied ist viel mehr als nur die Bildgröße.

Es gibt zwei getrennte Systeme für Dynamic Range Expansion in der X10. Die Bedienungsanleitung erklärt dies nicht. Aber die Kenntnisse in den unterschiedlichen Abläufen ist der Schlüssel zum Verständnis, wie die Kamera funktioniert.

Das erste System ist DR Expansion durch Software und ist das gleiche System, wie es auf vielen digitalen Kameras von vielen Herstellern verwendet wird. Im Grunde unterbelichtet es die Szene zum Schutz der Highlights und wendet dann eine Korrektur der Tonwertkurve an, die mittlere und dunkle Töne anhebt. Auf der X10 wird das so gemacht, wenn L als Bildgröße eingestellt ist. Wenn DR auf 400% gesetzt ist, erlaubt die Kamera eine minimale ISO Zahl von 400. Die Kamera erzwingt in diesem Fall ISO 400, auch wenn ISO 100 gesetzt ist.

Das zweite System ist DR Expansion durch Hardware und dies ist die einzigartige Funktion des EXR-Sensor. Das funktioniert aber nicht mit Bildgröße L, hier bedarf es der Bildgröße M (6MPx). Ausserdem funktioniert es mit allen ISO (aber nicht bei langen Verschlusszeiten).
Die Pixel auf dem Sensor arbeiten hier in benachbarten Paaren. Der eine Pixel bekommt die volle Belichtungszeit, während der Benachbarte nur einen Bruchteil dieser Belichtungszeit bekommt. Einige sehr kluge proprietäre Fuji-Technologie verbindet die beiden Belichtungen in einem einzigen Pixel bzw. Bild und zwar mit einem höheren , als dies bei ISO 100 mit vollen 12 MPx möglich wäre. Das gleiche Verfahren liefert auch das geringere Rauschen bei hohen ISO.

Meine Kommentare über Fragen im diesem Zusammenhang:

Meine Tests zeigen, dass die Einstellung auf 6MPx nur geringfügig weniger Auflösung liefert als 12MPx. In der Tat, in einigen Situationen ist 6MPx ist besser als 12MPx. Zum Beispiel, wenn mit Bildgröße L und DR 100% fotografiert wird, entstehen ausgefressene Highlights (und und das passiert oft). Verbessern lässt sich das, indem man die Einstellungen auf Größe M und DR 400% setzt.
Ein anderes Beispiel: An einem hellen sonnigen Tag, wenn Bildgröße L und DR 400% gesetzt ist, erzwingt die Kamera ISO 400 und infolgedessen eine Blende von f8 oder f9, weil die Verschlusszeiten sonst nicht hinterherkommen. Die optimale Blende für die X10 ist etwa f4, so dass die niedrigeren ISO und kleinere Blenden bessere Ergebnisse erzeugen würden. Besser wäre man also dran mit Bildgröße M und ISO 100, DR 400% und f4.

Nebenbei ist das X10 ein bisschen weich in den Ecken bei Offenblende. Dies wird reduziert bei Bildgröße M.

Auto ISO: Die X10 scheint für nahezu alle Situationen die optimale Kombination von ISO, Belichtungszeit und Blende zu finden. Deswegen funktioniert Auto ISO gut für die meisten Situationen.

Ich denke, dass DR 200% ist nicht der Erwähnung wert ist. DR 800% und sind DR 1600% sind nur im EXR-Modus mir DR-Priorität und JPG verfügbar.

Ich erlebte sehr wenige oder gar keine Situationen, wo die X10 bessere Bildqualität bei Bildgröße L geliefert hätte, als bei Bildgröße M. Also benutze und empfehle ich diese Einstellungen jederzeit und für alle Situationen. Dabei gibt es zuverlässig gute Ergebnisse und sicherlich vereinfacht es auch, die Kamera zu verwenden.

Viel Glück mit eigenen Test und viel Spaß mit der cleveren Fuji X10 Kamera.

Frei übersetzt nach der Quelle:
http://www.dpreview.com/articles/906047 … erformance

(Visited 5.143 times, 1 visits today)